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Hyperextension (Durchtrittigkeit)

  1. Was ist Hyperextension?
  2. Was können die Ursachen für Hyperextension sein?
  3. Welche Symptome treten bei Hyperextension auf?
  4. Wie kann Hyperextension diagnostiziert werden?
  5. Welche Folgen kann Hyperextension haben?
  6. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Hyperextension?
  7. Wie können Sie Ihr Tier zusätzlich unterstützen?

 

Was ist Hyperextension (Durchtrittigkeit)?

Hyperextension oder Durchtrittigkeit bezeichnet eine übermäßige Streckung im Karpalgelenk. Das Karpalgelenk wird auch Vorderfußwurzelgelenk genannt. Es besteht aus drei Reihen und verbindet die Unterarmknochen mit den Karpalknochen und den Metakarpalknochen. 

Durchtrittigkeit tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. Sie beginnt mit einer leichten Überstreckung, bei der das Vorderbein nur einen geringen Knick nach hinten zeigt. Im Laufe der Zeit kann sich das Krankheitsbild verschlechtern. Die Biegung nach hinten wird stärker. Bei schweren Ausprägungen liegt der Bereich der Mittelhandknochen auf dem Boden auf.

Die Durchtrittigkeit kann an einem oder beiden Vorderbeinen auftreten. Zusätzlich ist oft eine Spreizpfote vorhanden. 


Was können die Ursachen für Hyperextension sein?

Hyperextension (Durchtrittigkeit) ist ein Anzeichen für Bänderinstabilität. Die Ursache einer Bänderinstabilität ist meist schwaches Bindegewebe. Die Bänder bestehen aus Bindegewebe – ist es nicht stark genug, können die Bänder ihre Aufgabe, Gelenke zu stabilisieren, nicht richtig erfüllen.

Besteht eine Bänderinstabilität, wird diese häufig an den Extremitäten sichtbar. Sind die palmaren Bänder des Karpalgelenks (die Bänder an der Gelenkrückseite) betroffen, zeigt sich dies in Hyperextension (Durchtrittigkeit): das betroffene Vorderbein biegt sich nach hinten durch. 

Eine Bindegewebsschwäche ist häufig angeboren und wird vererbt. Sie ist vor allem bei sehr großen Hunden verbreitet: Schäferhunde, Doggen, Bernhardiner oder Neufundländer sind verstärkt betroffen. Da diese Hunderassen gleichzeitig sehr schwer sind, belastet das Gewicht die Gelenke zusätzlich.


Welche Symptome treten bei Hyperextension auf?

Eine Durchtrittigkeit ist gut zu erkennen: das Vorderbein biegt sich im Bereich des Karpalgelenks nach hinten. Ein gesunder Vorderlauf steht gerade und stabil auf dem Boden. Ist ein Knick vorhanden, ist das ein Hinweis auf Durchtrittigkeit. Die Ausprägung reicht von einem minimalen Durchbiegen bis zu schweren Fehlstellungen, bei denen der Mittelhandknochen auf dem Boden aufliegt. Dies induziert ein verändertes Gangbild oder sogar eine deutliche Lahmheit.


Wie kann Hyperextension diagnostiziert werden?

Hyperextension (Durchtrittigkeit) ist schon beim Ansehen gut erkennbar. Meist sind gleichzeitig Zusatzbefunde vorhanden, beispielsweise eine Spreizpfote. Dies liegt daran, dass die zugrundeliegende Bänderinstabilität häufig an mehreren Stellen in Erscheinung tritt.

Bei der manuellen Untersuchung der Gelenke testet der Tierarzt, wie stark die Instabilität ausgeprägt ist. Zusätzlich bewegt er die Gelenke und untersucht die Muskulatur. So kontrolliert er die Gelenkfunktionen Beweglichkeit und Kraft.

Im Rahmen der Diagnostik bei Bänderinstabilität können auch Röntgenbilder hilfreich sein, um Folgeschäden wie Arthrose oder andere Veränderungen der Gelenke festzustellen.


Welche Folgen kann Hyperextension haben?

Das Karpalgelenk wird durch die Fehlstellung bei Hyperextension (Durchtrittigkeit) ungünstig belastet. So verschleißt es schneller. Der Gelenkknorpel nutzt sich stärker ab. Dies kann auf Dauer zu Arthrose führen. 

Hyperextension (Durchtrittigkeit) kann auch Schmerzen verursachen. Das führt häufig zu einer Schonhaltung. Der Hund versucht, das betroffene Bein weniger zu belasten. Dadurch tragen die anderen Extremitäten mehr Gewicht – und ihre Gelenke können schneller verschleißen.

Durch die Überstreckung des Karpalgelenks laufen sich oft die vorderen Krallen nicht ausreichend ab und können schnell zu lang werden.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Hyperextension?

Eine leichte bis mittlere Durchtrittigkeit kann mit einer Karpalgelenksbandage stabilisiert werden. Je nachdem, wie viel Unterstützung nötig ist, kommt eine Bandage mit oder ohne Schiene in Frage. Bei einer begleitenden Spreizpfote hilft zusätzlich der Pfotenschuh

Benötigt Ihr Tier eine stärkere Stabilisierung, eignet sich eine maßgefertigte Orthese, um das Gelenk zu schützen und das Gangbild zu verbessern. Wir fertigen die Orthese individuell nach einem Gipsabdruck an, damit sie genau auf Ihren Hund abgestimmt ist. 

Wenn Ihr Tier unter Schmerzen leidet, ist eine Behandlung mit Schmerzmitteln und/oder entzündungshemmenden Medikamenten wichtig.

Bei sehr stark ausgeprägter Durchtrittigkeit gibt es die Möglichkeit für eine operative Versteifung des Karpalgelenks, die Arthrodese. Ziel einer Arthrodese ist eine verbesserte Lebensqualität: Das instabile Gelenk wird mit Hilfe von Metallimplantaten unbeweglich gemacht, damit der betroffene Hund wieder schmerzfrei laufen kann. 


Wie können Sie Ihr Tier zusätzlich unterstützen?

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel eignen sich gut, um den Bandapparat Ihres Hundes zu unterstützen. In HerzensTier Bänder und Sehnen stecken die natürlichen Inhaltsstoffe Luzerne, Brennnessel und Dextrose. Die Kräutermischung enthält wichtige Nährstoffe, die für starkes und gesundes Bindegewebe nötig sind. Sie ist genau auf die Bedürfnisse von Bändern und Sehnen abgestimmt, um deren Spannkraft zu verbessern, und wird einfach dem Futter zugesetzt. 

HerzensTier Bewegungsapparat und Gelenke unterstützt die Gelenke Ihres Hundes ganz besonders in Phasen erhöhter Belastung. Ausgewählte pflanzliche Inhaltsstoffe wie Rosskastanie, Ringelblume, Arnika, Teufelskralle und Weidenrinde können die Gelenkfunktion fördern und die Behandlung von Durchtrittigkeit begleiten.

Eine entspannende Massage ist besonders bei akuten Schmerzen oder nach starker Beanspruchung, wie einem längeren Ausflug, sehr wohltuend. Unsere Wunder-Produkte eignen sich gut für den Einsatz bei einer Massage: 

Das Arnikawunder enthält hochkonzentrierte Arnikaessenz. Arnika fördert die Durchblutung und wirkt kühlend – das kann den Muskelstoffwechsel unterstützen und Schmerzen lindern. Massieren sie es einfach sanft in betroffene Bereiche ein. Der Arnikawunderwickel eignet sich gut für eine längere Einwirkzeit: er wird einfach um das Bein gewickelt, damit die Arnikaessenz noch mehr Zeit hat, ihre Wirkung zu entfalten.

Als traditionelles Heilmittel gegen Schmerzen, Entzündungen und rheumatische Beschwerden ist Murmeltieröl beliebt und verbreitet. Tragen Sie unser Murmelwunderöl auf das betroffene Bein auf und massieren Sie es sanft ein. Möchten Sie das Murmeltieröl als Wickel nutzen, eignet sich der Murmelwunderwickel. So kann das wertvolle Murmeltieröl über längere Zeit einwirken

Auch durch Wärme oder Kälte können Sie Schmerzen lindern. Eine Bandage aus Neopren wärmt und entspannt das betroffene Bein.

Die Kühl- und Wärmebandage enthält eine Wärme-/Kältekompresse. Sie wird einfach angelegt und mit Klett fixiert. Nutzen Sie sie als Wärmebehandlung für einen besonders entspannenden und schmerzlindernden Effekt.

Die Kältebehandlung mit der Kühl- und Wärmebandage empfiehlt sich vor allem bei akuter Verschlechterung. Auch wenn zusätzliche Anzeichen einer Entzündung vorhanden sind, wie Wärme am Gelenk oder eine Schwellung, kann die Kältebehandlung lindernd wirken. 

Ein orthopädisches Hundebett hilft Ihrem Hund, sich im Schlaf besser zu entspannen. Die Füllung besteht aus einem speziellen funktionellen Schaum und einem mehrschichtigem Aufbau, der sich genau an den Körper anpasst und gleichzeitig Wirbelsäule und Extremitäten stützt. So werden Beine und Rücken bei der Regeneration unterstützt.

Gezieltes Training für kräftige Muskeln ist hilfreich, um die Gelenke zusätzlich zu stabilisieren. Eine starke Muskulatur unterstützt die Funktion der geschwächten Bänder. Lassen Sie sich von einem Hundephysiotherapeuten ein Übungsprogramm zusammenstellen. Vor allem, wenn sich die Bänderinstabilität an mehreren Gelenken zeigt, ist regelmäßiges Trainieren hilfreich.