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Überköten

  1. Was ist Überköten?
  2. Was können die Ursachen für Überköten sein?
  3. Welche Symptome treten bei Überköten auf?
  4. Besonderheiten beim Hund
  5. Besonderheiten bei der Katze
  6. Besonderheiten beim Pferd
  7. Wie kann Überköten diagnostiziert werden?
  8. Welche Folgen kann Überköten haben?
  9. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Überköten?
  10. Wie können Sie Ihr Tier zusätzlich unterstützen?

 

Was ist Überköten?

Überköten ist das Umschlagen einer Pfote durch krankhafte Beugung der Zehengelenke: die betroffene Pfote kann nicht korrekt flach aufgestellt werden, sondern wird mit dem Pfotenrücken aufgesetzt.


Was können die Ursachen für Überköten sein?

Die Gründe für Überköten sind meist neurologische Lähmungen. Tritt Überköten an der Vorhand auf, ist normalerweise der N. Radialis betroffen: häufig liegt eine distale Radialisparese vor. An der Hinterhand ist die Ursache oft der N. peronaeus communis. Überköten ist außerdem ein charakteristisches Symptom beim Cauda Equina Kompressionssyndrom und kann in Folge einer degenerativen Myelopathie vorkommen.

Der Radialisnerv versorgt die Streckmuskulatur von Ellenbogen und Zehen der Vorderhand. Der N. Peronaeus communis ist für die Streckermuskeln am Hinterbein zuständig. Ein gesunder Nerv schickt Nervenimpulse an die zugehörigen Muskeln. Diese Nervenimpulse ermöglichen die aktive Muskelbewegung. Kommen keine Signale der Nerven am Muskel an, kann er nicht aktiviert werden. So entsteht eine neurologische Lähmung

Durch den Ausfall der Streckermuskulatur werden die Zehen permanent gebeugt gehalten und können nicht mehr aktiv gestreckt werden.


Welche Symptome treten bei Überköten auf?

Das charakteristische Symptom beim Überköten ist die typische Pfotenstellung, die sofort erkennbar ist. Die Pfote schlägt um und wird auf der Pfotenrückseite aufgesetzt.

Begleitsymptome sind häufig Schürfwunden oder Verletzungen am Pfotenrücken, abgeschliffene Krallen, Schleifspuren an der Hufvorderseite und Verkürzungen der Beugemuskulatur (Kontrakturen).

Die zugrunde liegende Nervenschädigung zeigt sich oft in weiteren zusätzlichen Symptomen, beispielsweise Atrophie (Abbau) der zugehörigen Muskulatur, Ausfälle im Tastempfinden (Sensibilität) und Schwierigkeiten mit der Bewegungswahrnehmung (Tiefensensibilität).


Besonderheiten beim Hund

Hunde trainieren sehr gerne, deswegen sprechen sie oft gut auf eine konservative Behandlung mit Physiotherapie und Bewegungsübungen an. Ein Übungsprogramm umfasst meist Gleichgewichtstraining, Koordinationsübungen und Krafttraining. Es ist wichtig, die Übungen zusätzlich regelmäßig zuhause durchzuführen. Auch der Einsatz einer Trainingsbandage ist möglich.


Besonderheiten bei der Katze

Überköten bei der Katze als Folge einer Nervenschädigung tritt häufig nach einem Autounfall auf. Auch Katzen, die in einem gekippten Fenster (Kippfenstersyndrom) hängen geblieben sind, können Überköten zeigen.

Katzen, die unter Überköten leiden, vermeiden oft das Klettern und Springen, da sie nicht mehr sicher landen können.


Besonderheiten beim Pferd

Überköten beim Pferd wird auch als Sehnenstelzfuß bezeichnet. Diese Fehlstellung kann angeboren sein, oder sie entwickelt sich im Fohlenalter. Die Ursache liegt in einer verkürzten Beugesehne. In der Folge kann ein Bockhuf entstehen – das ist ein sehr steil stehender Huf, der sich zusätzlich verformen kann.

Eine erfolgversprechende Behandlung ist vor allem während der Wachstumsphase in den ersten vier Jahren möglich. Mit Hilfe von Schienen und Medikamenten wird das Bein in eine gute Position gebracht. Außerdem spielt die korrekte Hufbehandlung eine sehr wichtige Rolle. Werden mit konservativen Methoden keine ausreichenden Erfolge erzielt, ist auch eine Operation möglich.


Wie kann Überköten diagnostiziert werden?

Überköten ist sofort zu erkennen. Die typische Pfotenstellung ist gut sichtbar. Begleitverletzungen wie Schürfwunden am Pfotenrücken oder abgeschliffene Krallen geben weitere wichtige Hinweise.

Zusätzlich testet der Tierarzt Reflexe. Besonders wichtig beim Überköten sind die Stellreflexe.

Weitergehende diagnostische Methoden, beispielsweise Röntgenbilder, Blutuntersuchungen oder neurologische Tests, finden in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung statt. 


Welche Folgen kann Überköten haben?

Die Fehlstellung der Pfote führt schnell zu Schürfwunden oder Verletzungen. Die Haut am Pfotenrücken leidet unter dem entstehenden Druck und den Schleifbewegungen.

Eine länger andauernde Fehlstellung kann dazu führen, dass die Beugemuskulatur der Pfote verkürzt. Es entsteht eine Kontraktur, die nur schwer wieder rückgängig zu machen ist. 


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Überköten?

Beim Überköten liegt meist eine neurologische Erkrankung zugrunde. Deshalb wird vor allem die Grunderkrankung behandelt: je nach Ausmaß der Nervenschädigung kommen unterschiedliche Vorgehensweisen in Frage.

Nerven können sich unter bestimmten Umständen wieder regenerieren. Im Zeitraum von 12 bis 15 Monaten ist bei günstigen Bedingungen eine Heilung möglich. Die Heilungsphase wird durch eine tierphysiotherapeutische Behandlung unterstützt. Um Komplikationen und Folgeschäden zu vermeiden, wird die Pfote solange mit einem Pfotenschuh stabilisiert

Bei bestimmten Grunderkrankungen, wie zum Beispiel beim Cauda Equina Kompressionssyndrom, kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden.


Wie können Sie Ihr Tier zusätzlich unterstützen?

Wichtig ist der Schutz der betroffenen Pfote mit einem Pfotenschuh. Die typische Pfotenstellung und das Schleifen beim Gehen schädigen die Haut am Pfotenrücken permanent. Durch den Ausfall der Sensibilität bemerkt das betroffene Tier Verletzungen nicht oder erst spät. Der Pfotenschuh schützt die Haut und erleichtert so das Gehen. 

Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze viel auf rauen Untergründen unterwegs ist, kann der Pfotenschuh mit einem zusätzlichen Schleifschutz ausgestattet werden. Auch eine komplette Anfertigung nach Maß ist möglich.

Für eine Verbesserung des Gangbilds eignet sich der Pfotenschuh in Verbindung mit der Trainingsbandage. An der Pfotenspitze kann eine Öse angebracht werden. An dieser Öse wird ein Gummiband (das Trainingsband) befestigt, das am anderen Ende an der Trainingsbandage fixiert wird. Die Trainingsbandage wird oberhalb des Tarsalgelenks angelegt. So wird die Pfote angehoben – dies erleichtert Ihrem Hund das Gehen.

Außerdem ist die Trainingsbandage gut für ein neuromuskuläres Training beim Überköten geeignet: legen Sie sie oberhalb der Pfote an und bringen das Trainingsband nach vorne zum Brustgeschirr. So wird die Pfote nach vorne geführt. Oft reicht das schon aus, um ein Überköten zu verhindern. Der Bewegungsablauf erzeugt positive Rückmeldungen im Gehirn und stärkt so die Propriozeption – das ist die Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Position und seiner Bewegungen. Der Vorteil an dieser Art des Trainings ist, dass der Hund noch die kompletten Sinnesreize des Untergrundes wahrnehmen kann. Da es im Körper keine Reakion ohne Reiz gibt, können wir die Reaktionen des Körpers verbessern, wenn wir für den Hund die Wahrnehmung von Reizen ermöglichen.  

Die Bienenwundercreme eignet sich gut als intensive Pflege der Pfote, auch im Pfotenschuh: sie beugt Reizungen und Scheuerstellen vor und kann auch direkt auf wunde Stellen aufgetragen werden.

Wenn es schnell gehen muss, ist das Bienenwunderspray perfekt geeignet – einfach aufsprühen, es fettet nicht! Das Bienenwunderspray schützt beanspruchte Haut mit einem antibakteriellen Pflegefilm. Tragen Sie es vorbeugend im Pfotenschuh auf, um die Haut besonders zu pflegen.

Leidet Ihr Tier unter Scheuerstellen oder Verletzungen, können Sie mit der Wund(er)schutzcreme die Heilung und Regeneration unterstützen. Die Wund(er)schutzcreme eignet sich auch gut zur Behandlung von Druckstellen, die durch das dauerhafte Tragen eines Pfotenschuhs auftreten können.

Während einer Erkrankung profitiert Ihr Tier ganz besonders von ausgewogenem Futter und einer guten Versorgung mit Nährstoffen. Mit unseren ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln können Sie die Rehabilitation zusätzlich unterstützen.

Die pflanzlichen Inhaltsstoffe von HerzensTier Bewegungsapparat und Gelenke sind speziell auf die Bedürfnisse von Gelenkstrukturen und Gliedmaßen abgestimmt. Rosskastanie, Ringelblume, Arnika, Teufelskralle, Ginkgo und Weidenrinde unterstützen vor allem in Phasen mit starker Beanspruchung.

HerzensTier Arthrose akut eignet sich besonders als zeitlich begrenzte Kur für Ihr Pferd, Ihren Hund oder Ihre Katze, um die Gelenke gezielt zu unterstützen. Natürliche Powerstoffe wie Neuseeländische Grünlippmuschel, Hagebutte, Teufelskralle, Spirulina und weitere Zutaten versorgen Ihr Tier mit wichtigen Nährstoffen.

HerzensTier Zellschutz und Immunabwehr bietet Ihrem Tier zusätzliche Unterstützung für Zellstoffwechsel, Knochenstruktur und Immunabwehr – das ist besonders wichtig, wenn Ihr Pferd, Ihr Hund oder Ihre Katze gerade mit den Folgen einer neurologischen Erkrankung kämpft. Traubenkerne, Spirulina, Algenkalk, Mumijo und Sanddorn wurden speziell ausgesucht, um die Regeneration zu fördern.