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Streifeneder Tierorthopädie · Tierversorgung
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Wichtige Tipps für amputierte Hunde 

Nach einer Amputation benötigt Ihr Hund anfangs etwas mehr Unterstützung. Steht eine Prothesenversorgung an, können Sie Ihren Hund frühzeitig darauf vorbereiten, damit die Termine entspannt verlaufen. Helfen Sie Ihrem dreibeinigen Hund mit unseren Tipps!


Hinweise für Zuhause
  • Sorgen Sie für rutschfeste Untergründe. Legen Sie Teppiche auf glatte Fußböden, damit Ihr Hund sich sicher bewegen kann und nicht ausrutscht. So verhindern Sie Verletzungen.
  • Füttern Sie Ihren Hund äußerst bedacht: Jedes Gramm Körpergewicht zu viel belastet Bewegungsapparat und Gelenke unnötig.
  • Passen Sie Spaziergänge und Spielrunden auf Ihren Hund an. Überlasten Sie ihn nicht – gehen Sie lieber häufiger, aber dafür kürzer. Achten Sie auf Erschöpfungssignale, auch wenn Ihr Hund gerade fröhlich spielt. Planen Sie genügend Erholungspausen ein!
  • Kräftige Muskeln sind für einen amputierten Hund extrem wichtig. Das verbliebene, gegenüberliegende Bein trägt nun einen erhöhten Teil des Körpergewichts und die Wirbelsäule wird anders beansprucht. Gezielte Übungen vom Tierphysiotherapeuten sorgen für gut ausgebildete Muskulatur. So beugen Sie Verspannungen, Blockaden und Spondylosen vor. Lassen Sie sich ein Übungsprogramm für Zuhause zusammenstellen!
  • Achten Sie besonders auf die Stumpfpflege, damit sich Ihr Hund keine äußeren Verletzungen zuzieht. Den Stumpf können Sie mit einem Söckchen (Universal-Pfotenschutz) schützen und die empfindliche Haut vorsorglich, z.B. mit der Wund(er)schutzcreme, pflegen.

 

Informationen zur Prothesenversorgung

Wir empfehlen in der Regel die Anfertigung einer Prothese ab dem 12. Lebensmonat. Das Hauptwachstum ist in diesem Alter abgeschlossen. Wenn noch Veränderungen am Körperbau auftreten, können diese durch Anpassungen an Polsterelementen und an der Höhe der Prothese ausgeglichen werden. Natürlich gibt es Ausnahmen, in denen eine Prothesenversorgung bereits früher nötig und auch möglich ist. Fragen Sie gerne bei uns nach! 

Gipsabdrücke bilden die Grundlage für die Anfertigung der Prothese. Für die Fertigung einer Vollprothese gipsen wir dafür den Brustkorb Ihres Hundes ab. Bei einer Prothese zum Längenausgleich an einem gekürzten Vorder- oder Hinterlauf gipsen wir nur den Stumpf ab.

So bereiten Sie Ihren Hund auf das Abgipsen vor:
  • Medical Training oder Steh/Bleib: Gewöhnen Sie Ihren Hund daran, über ein paar Minuten ruhig stehen zu bleiben, während Handgriffe an ihm durchgeführt werden. Er darf sich während des Abgipsens natürlich auch anlehnen und gestützt werden
  • Üben Sie mit Ihrem Hund, sich von fremden Menschen anfassen zu lassen. Er sollte dabei ruhig und entspannt bleiben.
  • Wickeln Sie eine Frischhaltefolie zirkulär um den Brustkorb oder den Stumpf, und ziehen Sie im für eine zukünftige Vollprothese regelmäßig ein T-Shirt an. So machen Sie ihn mit den Abläufen beim Abgipsen vertraut.
  • Zeigen Sie Ihrem Hund Maßstab und Maßband, und messen Sie verschiedene Stellen seines Körpers spielerisch ab.
  • Nehmen Sie Ihren Hund hin und wieder mit in fremde Umgebungen, sodass er auch dort auf Sie konzentriert und ruhig bleibt.


Bei Fragen können Sie uns jederzeit anrufen oder schreiben!