Streifeneder Unternehmensgruppe
Klinikum Großhadern

 

Adipositas

Adipositas, oder auch Fettleibigkeit, beschreibt übermäßige Fettansammlungen des Körpers und kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen ist Adipositas ein häufig vorkommendes Krankheitsbild. Folgeerkrankungen schließen unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Bewegungsstörungen ein.

Arthrose

Arthrose bezeichnet einen übermäßigen Gelenkverschleiß und ist ein häufig vorkommendes Krankheitsbild bei Hunden und Katzen. Im Gegensatz zur akuten Gelenksentzündung (Arthritis) handelt es sich bei der Arthrose um eine chronische, degenerative Gelenkserkrankung. Häufig ist das betroffene Gelenk beim Hund verdickt und nur eingeschränkt beweglich. Bandagen oder Orthesen können in vielen Fällen unterstützend eingesetzt werden.

Bandagen für Hund und Katze 

Bandagen sind Hilfsmittel zur Stabilisierung und Entlastung von Gelenken und ermöglichen eine dynamischere Versorgung als Orthesen.

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfälle kommen besonders häufig bei Dackeln aber auch bei anderen Hunderassen wie Bassets, Pekinesen, Spaniel oder Deutschen Schäferhunden vor. Der innere, gallerthaltige Kern der zwischen den Wirbeln befindlichen Bandscheiben durchdringt deren Faserring, wölbt sich nach außen und drückt auf das Rückenmark oder die Spinalnerven. Die Folgen sind starke Schmerzen beim Tier bis hin zur Lähmung. Ein Hunderollwagen kann hier oftmals als Hilfsmittel für den Hund eingesetzt werden.

Cauda Equina Syndrom    

Das Cauda Equina Syndrom beschreibt eine degenerative neurologische Erkrankung und betrifft speziell größere und schwerere Hunderassen (z.B. Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Boxer) in höherem Alter. Die Krankheit entwickelt sich durch eine fortschreitende Kompression der Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarks und bleibt oftmals lange unerkannt. Schmerzen, Lahmheiten in den Hinterläufen und ein eingeschränkter Bewegungsdrang zählen zu den Symptomen. Zur Mobilisation kann ein Hunderollwagen verwendet werden.

Dackellähme

Dackellähme beschreibt Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen in Folge eines Bandscheibenvorfalls beim Hund. Neben Dackeln sind auch andere, meist kurzbeinige Hunderassen häufig betroffen. Hebe- und Gehhilfen können als Hilfsmittel zur Entlastung und Unterstützung der Hinterläufe eingesetzt werden.

Distorsion

Eine Distorsion (Verstauchung) bezeichnet Verletzungen der Bänder und Gelenkkapseln bedingt durch die übermäßige Verschiebung von Gelenksflächen aufgrund einer Gewalteinwirkung von außen. Beim Hund äußert sich die Verletzung häufig durch Lahmen und zitternde Gliedmaßen, bei stärkeren Verstauchungen zeigen sich Schwellungen und Verfärbungen. Die Ruhigstellung des Gelenks, beispielsweise durch eine Bandage oder Orthese, und anschließendes Muskel-Aufbautraining, gehören zu den therapeutischen Behandlungsmaßnahmen.

Durchtrittigkeit

Durchtrittigkeit bezeichnet eine durch schwache Bänder hervorgerufene Überbeweglichkeit, die insbesondere am Karpal- und Tarsal-Gelenk dazu führt, dass der Hund mit der kompletten Hand bzw. dem kompletten Fuß auftritt. Oftmals verwächst sich die Überbeweglichkeit während der Wachstumsphase des Tieres. Es können jedoch auch im Alter Überstreckungssymptome auftreten. Es empfiehlt sich in vielen Fällen, das Gelenk durch eine verstärkte Bandage oder eine Orthese zu unterstützen.

Ellbogendysplasie (ED)   

Die Ellbogendysplasie beschreibt beim Hund verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenks und führt in der Regel zu chronischer Lahmheit sowie zu Arthrose. Der Erkrankung liegt eine genetische Veranlagung zugrunde. Andere Faktoren, die die Entstehung von ED beeinflussen können, sind das Gewicht des Hundes sowie eine Überbelastung der Gelenke.

Hüftdysplasie (HD)     

Die Hüftdysplasie ist eine besonders bei großen Hunderassen auftretende Skeletterkrankung. Die Hüftgelenke weisen in der Regel beidseitig eine Fehlbildung auf. Die Erkrankung entwickelt sich in den ersten 15 Monaten des Lebens eines Hundes, kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und führt in der Regel zu Arthrose. Es werden 5 Schweregrade der HD unterschieden, von A (HD-frei) bis E (hochgradige HD), welche auf Röntgenaufnahmen der Hüfte erkennbar sind. Neben der genetischen Veranlagung können auch die Ernährung und das Gewicht des Tieres den Krankheitsverlauf beeinflussen. Auch bei Katzen kann eine Hüftdysplasie vorkommen, besonders anfällige Katzenrassen sind u.a. Maine Coon und Perserkatzen.

Hunderollwagen

Hunderollwagen steigern die Lebensqualität von Hunden und kommen bei unterschiedlichen Krankheitsbildern zum Einsatz. Bei temporären oder bleibenden Lähmungen, zur Entlastung bei Arthrosen, nach einer Amputation, bei starker Muskelatrophie oder auch bei Altersschwäche können Hunderollwagen eine gute Alternative sein.

Karpal-Gelenk

Das Karpal- oder auch Vorderfußwurzelgelenk des Hundes und der Katze entspricht dem Handgelenk des Menschen. Es ist besonders bei aktiven, sportlichen Tieren oft einer starken Belastung ausgesetzt und kann vorbeugend durch eine Bandage geschützt werden.

Liegeschwiele

Liegeschwielen bilden sich hauptsächlich am Ellbogen und kommen besonders bei großen, schweren Hunderassen häufig vor. Sie entstehen durch eine zu hohe Druckbelastung aufgrund von langen Liegedauern oder bedingt durch das eigene Körpergewicht des Tieres. An der betroffenen Stelle bildet sich erst Schorf und dann eine unelastische Hornhautschicht mit beeinträchtigter Durchblutung. Um Entzündungen durch in die Wunde eindringende Bakterien zu vermeiden, sollte auf Hautveränderungen frühzeitig reagiert werden. Die Behandlung kann durch eine spezielle Bandage unterstützt werden.

Luxation

Luxation (Verrenkung, ausgekugeltes Gelenk) beschreibt eine Gelenkverletzung, bei der es zu einer Verschiebung von Gelenkflächen kommt. Eine teilweise, unvollständige Luxation bezeichnet man als Subluxation. Eine Luxation wird durch instabile Gelenkstrukturen begünstigt, kann jedoch auch durch eine plötzliche Krafteinwirkung von außen hervorgerufen werden. Eine häufig vorkommende Luxation beim Hund ist die Patella-Luxation am Kniegelenk. Sie ist in den meisten Fällen genetisch bedingt.

Muskelatrophie

Eine Muskelatrophie bei Hund und Katze beschreibt einen Schwund der Skelettmuskulatur. Die Abnahme der Muskelmasse erfolgt in der Regel anfangs unbemerkt und schleichend. Ursachen können unter anderem eine länger andauernde Entlastung einer Gliedmaße, eine Fehlbelastung bei einer Arthrose oder auch Nervenlähmungen oder Tumorerkrankungen sein.

Orthesen für Hund und Katze  

Orthesen sind Hilfsmittel zur Unterstützung eingeschränkt funktionstüchtiger Körperteile (z.B. bei Lähmung oder Bandinstabilität) und eignen sich speziell für eine dauerhafte Versorgung.

Osteosarkom (OSA)

Osteosarkom beschreibt einen im Knochen entstehenden Tumor, der speziell bei großen Hunden und Riesenrassen in höherem Alter vorkommt und häufig die langen Röhrenknochen, wie den Oberschenkelknochen (Femur) und Oberarmknochen (Humerus) befällt. Bei Katzen ist OSA hingegen eher seltener. Die häufigsten Symptome der Krankheit sind Lahmheit und Schwellungen.

Pfotenschuh

Speziell angefertigte Pfotenschuhe dienen der Ruhigstellung und optimalen Lagerung der Pfote.

Prothesen 

Prothesen kommen immer dann zum Einsatz, wenn bei einem Tier eine Gliedmaße amputiert werden musste, sei es auf Grund eines Unfalles oder einer Erkrankung.

Quengelschiene

Eine Quengelschiene ist eine gelenküberbrückende Orthese mit einem dynamisch wirkenden oder manuell verstellbaren Gelenk. Sie wird bei Kontrakturen (Bewegungseinschränkung im Gelenk) zur Wiederherstellung der Mobilität eingesetzt.

Radialisparese

Die Radialisparese, oder auch Radialislähmung, entsteht durch die Schädigung des Nervus radialis, meist bedingt durch einen Unfall. Häufig sind Hunde und besonders Katzen betroffen, wenn sie angefahren wurden. In der Folge tritt bei den Tieren häufig Überköten auf, also ein nach hinten Umschlagen der Pfote. Neben medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung empfiehlt sich in vielen Fällen das Tragen einer Orthese um die physiologische Stellung zu sichern.

Rekonvaleszenz

Die Rekonvaleszenz beschreibt die schrittweise Wiederherstellung der Gesundheit nach einer Erkrankung.

Schulterinstabilität

Eine Schulterinstabilität ist bei Hunden häufig Ursache für eine Lahmheit der Vorderläufe. Bei Katzen triff das Krankheitsbild hingegen seltener auf. Ein Subluxation oder sogar vollständige Luxation des Schultergelenks wird durch eine Schulterinstabilität begünstigt. Die Instabilität im Gelenk kann sowohl angeboren sein, als auch durch einen Unfall oder jahrelange sportliche Aktivität hervorgerufen werden.

Spondylose

Spondylose beschreibt eine degenerative Krankheit des Bewegungsapparates mit krankhaften Veränderungen des Skeletts bei Hund und Katze. Aufgrund knöcherner Zubildungen in den Wirbelzwischenräumen sowie des Abbaus der Bandscheiben kommt es zur Versteifung der Wirbelsäule. Häufig treten Bandscheibenvorfälle und insbesondere Arthrose in Verbindung mit Spondylose auf.

Tarsal-Gelenk

Das Tarsal-Gelenk ist das Sprunggelenk des Tiers. Es ist besonders bei aktiven, sportlichen Tieren oft einer starken Belastung ausgesetzt und kann unter anderem nach Verletzungen durch eine Bandage stabilisiert und unterstützt werden.

Tierphysiotherapie / Hundephysiotherapie  

Physiotherapie ist eine Therapieform, die darauf ausgerichtet ist, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten. Die Tierphysiotherapie arbeitet mit ähnlichen Methoden wie die Humanphysiotherapie. Sie ist nicht als Ersatz einer tierärztlichen Behandlung zu sehen sondern vielmehr als ergänzende Unterstützung.

Tragehilfe für Hund

Tragehilfen sind anatomisch geformte Hilfsmittel zur Mobilisierung Ihres Hundes mit einstellbarem Gurtsystem.

Wolfskralle

Die Wolfskralle an den Hinterläufen ist im Gegensatz zur Daumenkralle (an den Vorderläufen) nur bei einigen Hunderassen vorhanden. Besonders stark ausgeprägte Wolfs- und auch Daumenkrallen sind bei aktiven Hunden verletzungsanfällig. Um Verletzungen zu vermeiden oder den Heilungsprozess zu unterstützen, können spezielle Bandagen getragen werden.