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Streifeneder Tierorthopädie · Tierversorgung
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Was tun, wenn Ihr Hund sich vertreten hat?

Schnell ist es passiert: Beim Herumtoben mit Hundefreunden, beim Rennen auf der Wiese, beim Spaziergang am Straßenrand jault Ihr Hund plötzlich auf, und hinkt, humpelt oder lahmt.

  • Vielleicht ist er unerwartet in ein Loch getreten oder gestolpert
  • Möglicherweise ist Ihr Hund beim Springen ungünstig aufgekommen
  • Beim wilden Spiel mit anderen Hunden hat er sich überschätzt
  • Oder er ist ein eine Scherbe oder auf einen spitzen Stein getreten

 

Ihr Hund hat sich vertreten. Nach dem ersten Schreck fällt auf, dass Ihr Hund unrund geht, lahmt oder hinkt, oder sogar eine Pfote komplett entlastet. 


Beruhigen Sie Ihren Hund und nehmen Sie das betroffene Bein genau in Augenschein:
  • Ist eine Kralle eingerissen?
  • Können Sie einen Fremdkörper sehen – eine Scherbe, eine Granne, ein Steinchen oder ein spitzer Ast?
  • Ist eventuell sogar eine äußere Verletzung erkennbar?

Was können Sie tun?
  1. Schonen: Brechen Sie den Spaziergang ab und bringen Sie Ihren Hund nach Hause – vielleicht können Sie ihn sogar tragen, oder sich mit einem Auto abholen lassen.
  2. Kühlen: Die Kältebehandlung mit einer Kälte-Wärme-Kompresse oder einer Kühl- und Wärme-Bandage mildert Schwellungen und lindert Schmerzen.
  3. Entlasten: Eine Bandage (für unterschiedliche Gelenke erhältlich) stützt und wärmt, sie entlastet beim Gehen und fördert so den Heilungsprozess. Haben Sie keine Bandage zur Hand, hilft auch ein stützender Verband mit einer elastischen Binde.
  4. Massieren: Nach der akuten Schmerzphase können Sie die Muskulatur am betroffenen Bein mit einer sanften Massage entspannen.

Wann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen?
  • Wenn Ihr Hund stärker humpelt oder hinkt, müssen ernsthafte Verletzungen (Kreuzbandriss, Ruptur, Fraktur) ausgeschlossen werden.
  • Entlastet Ihr Hund ein Bein völlig, ist das ein dringendes Warnzeichen.
  • Auch ein leichtes Humpeln sollte abgeklärt werden, wenn es sich nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder zurückbildet.
  • Grundsätzlich gilt: Hören Sie auf Ihr Gefühl! Fragen Sie den Tierarzt immer dann, wenn Sie Zweifel haben – so gehen Sie sicher, dass nichts übersehen wird.